9. Januar 2017

Lucie Saisonrückblick 2016

Ein erfülltes und buntes Gartenjahr geht zu Ende!

Neben Altbewährtem gab es auch viel Neues. Leider erfolgte noch nicht die angekündigte Umgestaltung des Platzes und die Entfernung der Steine. Das hat uns aber natürlich nicht daran gehindert die Lucie trotzdem noch grüner und vielfältiger zu machen! Aber macht euch selbst ein Bild:

Saatguttauschbörse

Im März startete das Gartenjahr wieder mit einer Saatguttauschbörse im Café Karton. Saatgutvielfalt und gentechnisch unverändertes Saatgut sind uns ein großes Anliegen. Und so wurde Saatgut alter Kulturpflanzensorten angeregt unter den Besucher*innen getauscht.


Seit dem Saisonstart: Beetpatenschaften!

Unser Saisonstart im April war dieses Mal ganz besonders, denn zum ersten Mal konnten Patenschaften für einzelne Beete auf der Lucie von Einzelpersonen oder Gruppen übernommen werden. Fast 40 Menschen haben sich um je ein Beet gekümmert und es für die Gartensaison nach ihren Vorstellungen bepflanzt. Die Lucie ist dadurch noch facettenreicher geworden und für uns war es enorm spannend zu sehen, wer welches Beet wie gestaltet. Jedes Beet sah anders aus und es war eine Freude zu sehen, was entsteht!

Und manchmal trug es auch große Früchte…



2016 war auch das Jahr für viele neue Projekte auf der Lucie:

Bienen

Im April dieses Jahres bekamen wir Unterstützung durch tausende fleißiger Helfer*innen. Das erste Bienenvolk wurde auf der Lucie angesiedelt! Diesen Schritt sind wir gegangen, da die Bienen unerlässlich für jedes funktionierende Ökosystem sind. Für die Bienenhaltung haben einzelne von uns einen Imkerkurs belegt. Wir wurden aber auch tatkräftig durch erfahrene Imker unterstützt. Die Bienen sind hinsichtlich Schutz vor Erschütterungen und Vandalismus auf unseren Bürocontainer platziert worden. Dort gefällt es ihnen augenscheinlich– sie haben sich gut entwickelt, das Volk wurde größer und größer und sie haben fleißig Pollen und Nektar gesammelt.

15 kg an Honig wurden so von den Bienen aufwendig hergestellt. Rund die Hälfte davon haben wir entnommen und den Bienen die andere Hälfte für die Wintermonate gelassen. Schon gewusst: Für ein Glas Honig (500 g) fliegen die Bienen unter Einberechnung der eigenen Nahrungsversorgung ca. 80.000 – 120.000 Km, was ca. 2 -3 Mal einer Flugstrecke um die Erde entspricht! Kaum zu glauben….



Hopfen

Wir haben letztes Jahr die ersten Hopfenpflanzen auf der Lucie gepflanzt. Als Ziel wurde die Herstellung von Hopfentee und Bier anvisiert. Letztes Jahr sind die Hopfendolden zu spät im Jahr gewachsen, so dass am Ende eine zu kleine verwertbare Menge geerntet werden konnte. Dieses Jahr wurde ausreichend gedüngt, sodass die Pflanzen im April schon ca. 3 m hoch wuchsen. Die Vorzeichen standen gut. Im Juli hatten die Pflanzen die 6 m Marke erreicht. Allerdings ließ die Hopfenblühte auf sich warten und fand erst spät im August statt, was nach Literaturangaben zu spät ist. Die Dolden sind im September letztendlich dann gewachsen - am Ende war der Ertrag höher als letztes Jahr, aber für das Brauen von Bier leider immer noch nicht ausreichend.

Der Standort des Hopfens auf der Lucie wurde von uns deshalb näher analysiert und wir sind nun der Überzeugung zu wissen was die Wachstumsprobleme verursacht – und zwar die Straßenlaternen auf dem Platz! Hopfen benötigt nachts ausreichend Dunkelheit, sonst kann sich die Blütezeit erheblich verzögern oder ausbleiben. Mit dieser Erkenntnis werden wir nun den Standort des Hopfens im kommenden Jahr möglichst weit entfernt der Laternen wählen. Ihr seht: Auf der Lucie wird auch stadtgerechte Anbauforschung betrieben.

Nichtsdestotrotz hat es dieses Jahr für die Herstellung von Hopfentee gereicht, der vorzüglich schmeckt und beruhigt!


Kräuter

Nachdem wir 2015 schon eine Kräuterspirale angelegt hatten, wurde der Anbau von Kräutern dieses Jahr noch ausgeweitet und auch eher unbekannte Kräuter wie ‚Guter Heinrich‘ oder ‚Brennende Liebe‘ fanden ihren Weg auf die Lucie. Beim Herbstfest konnten die aus den Kräutern gewonnenen Tinkturen und Salze gegen Spende erworben werden.



Färberpflanzen - Wolle färben

Wir haben dieses Jahr speziell einige Pflanzen angebaut, um das Färben damit zu Erproben. Es gab zum einen ausgewiesene Färberpflanzen wie Färberkamille, Färberwaid, Färberdistel aber auch Pflanzen wie die Stockrose oder Frauenmantel, die sowieso schon auf der Lucie wachsen, konnten hierfür genutzt werden. Zum Färben mussten viele viele Blüten und Blätter gesammelt und getrocknet werden. Dann wurde vorgebeizt und dann die Wolle gefärbt. Beim Herbstfest konnte hierbei zugesehen werden. Das Ergebnis ist eine schöne Farbpalette an Naturtönen!


Dachbegrünung vom Papp

Wir sind zwischendurch der Lucie abtrünnig geworden und wurden vom ‚Papp‘ an der Friedrich-Ebert-Straße um Unterstützung gebeten das Dach zusammen zu begrünen. Da haben wir nicht lange gezögert und gerne geholfen, denn das Papp/der Karton helfen uns immer wieder mit Equipment bei Festen aus. Wir freuen uns über solche fruchtbaren Kooperationen, werden sie weiter pflegen und in 2017 ausbauen! 
 


Soja- Anbau

Soja in Deutschland? Ja, da wird gerade kräftig geforscht. Die Tofu-Firma ‚Taifun‘ hat Menschen und Gärten gesucht, die Lust haben Soja probehalber anzubauen, um die Ergebnisse dann zusammen mit der Universität Hohenheim auszuwerten. 12 verschiedene Soja-Sorten haben wir angepflanzt, die optisch ganz gut gewachsen sind! Dem Soja scheint es auch im Norden zu gefallen. Die genauen Ergebnisse erfahren wir aber erst noch.
 


Jahreszeitenfeste

Natürlich wurden aber auf der Lucie auch wieder viele Feste gefeiert und besondere Veranstaltungen angeboten. Die Jahreszeitenfeste sind eine feste Größe auf der Lucie. Zu jeder Jahreszeit gibt es auch im Garten Besonderheiten, denen wir mit unseren Festen Rechnung tragen.

 
Im Frühjahr geht es los mit dem Saisonstart und dem Auspflanzen, im Sommer steht alles in vollem Grün, im Herbst ist das Erntefest und im Winter verabschieden wir den Garten in den Winterschlaf. 2016 gab es wieder viel Musik dabei, Workshops (z.B. Nistkasten-Bau, Saatgutgewinnung, Stadtimkern), einen Pizza-Ofen im Sommer, eine mobile Bauwagen-Sauna zum Winter…und vieles vieles mehr! Wir stecken viel Arbeit in diese Feste und freuen uns am Ende jeden Festes, dass so viele Menschen auf den Platz finden und eine gute Zeit dort verbringen. 
 


Flohmärkte

Die Lucie-Flohmärkte sind klein aber fein. Und haben Tradition! Jeden 4. Sonntag im Monat , ohne Standgebühren, dafür gerne mit Kuchenspende. Auch 2016 zog es wieder viele Menschen bei schönem Wetter zum Stöbern auf den Platz. Einmal gab es zeitgleich auch wieder einReparatur -Café, wo erfolgreich unter anderem Fahrräder repariert und Hosen geflickt wurden.


Kopfhörerparty- wieso tanzen die denn ohne Musik?

Aus einer fixen Idee wurde eine ungewöhnliche Party: Im September hieß es Kopfhörerparty! Bei einer Kopfhörerparty bekommt jede*r Teilnehmer*in einen Kopfhörer und kann am Kopfhörer die Lautstärke sowie einen Kanal mit unterschiedlichen Live-DJs wählen. Auf dem Platz war es für Außenstehende also still, aber die Menschen haben trotzdem getanzt und gefeiert. Zahlreiche Scheinwerfer, eine Nebelmaschine und liebevoll gestaltete Dekoration hüllten die Lucie in ein spezielles Licht und untermalten eine ganz spezielle Atmosphäre. Es hat sehr viel Spaß bereitet und soll 2017 auf jeden Fall wiederholt werden. 

Open Air Kino

Traditionell gab es auch in diesem Jahr unser Open-Air-Kino auf der Lucie.Wir haben den inspirierenden Film: „Eine andere Welt ist pflanzbar- Teil 5“ von Ella von der Haide gezeigt, der urbane Gemeinschaftsgärten in Deutschland näher beleuchtet. Der Film zeigt, dass die einzelnen Urbanen Gartenprojekte vielfältig sind und sich die Motivationen aktiver Menschen teilweise stark unterscheiden. In urbanen Gemeinschaftsgärten arbeiten Menschen unterschiedlicher Generationen und Kulturen zusammen. Altes Wissen wird hier weitergegeben, neues geschaffen. 



Und dann war da ja noch: der Hilde-Adolf-Preis

Ein besonderer Moment war im September, als wir für unser Engagement mit dem bedeutenden Hilde-Adolf-Preis der Bürgerstiftung Bremen geehrt worden. Wir freuten uns sehr! Hilde hat seitdem einen Platz in unserem Container uns sieht bei Festen gerne zu!

 
 (Fotos und Bericht unten: Weser Kurier)


Lucie als öffentlicher Raum - Interessenskonflikte und Problemlösung

Ein immer allgegenwärtiges Thema auf der Lucie sind Probleme und Konfrontationen mit suchtkranken Besuchern auf dem Platz. Die Lucie ist ein öffentlicher Platz und soll es auch bleiben. Allerdings müssen sich alle an gewisse Grundregeln halten. Starker Alkoholkonsum von täglichen Besuchern und die damit verbundene Müllentwicklung sowie die Präsenz von bellenden Hunden schreckten Familien mit Kindern ab, die den Spielplatz gerne nutzen wollten. Wir als KulturPflanzen e.V. sind aktiv geworden, haben das Gespräch gesucht, uns verschiedene Konzepte überlegt und sind schließlich mit dem Ortsamt in Verbindung getreten um zusammen eine Lösung für das Problem zu finden. Nach verschiedenen Gesprächen war das Resultat, dass nun ab April 2017 ein Streetworker auf dem Platz eingesetzt wird, um sich der Probleme anzunehmen und professionell das Gespräch mit entsprechenden Besuchern zu suchen, um am Ende hoffentlich eine akzeptable Lösung für alle zu finden.

Und die Umgestaltung?

Das Jahr 2016 begann mit der schönen Aussicht, dass der Platz nun umgestaltet wird und die Pflastersteine entfernt werden. Hierzu arbeitete 2015 ein Stadtplanungsbüro auf Grundlage eines Bürgerbeteiligungsprozesses ein Umgestaltungskonzept aus. Wir haben ganz viel davon berichtet.

Allerdings passierte bis jetzt außer Probebohrungen auf dem Platz und einer damit verbundenen Schadstoffanalyse leider noch nichts. Wir hoffen, dass Anfang 2017 wieder Bewegung in das Thema kommt!

Für die zahlreiche Unterstützung während des Jahres an dieser Stelle auch nochmals ein großes Dankeschön!

Ende Januar 2017 starten wir mit neuem Schwung in das kommende Gartenjahr und hoffen, dass Ihr und Sie wieder mit dabei seid!



19. Dezember 2016

Save the Date: Bremer Saatgut Tauschbörse am 25.02.2017

Liebe Startgarten-Freund/innen,
mitten in den Vorweihnachtsstress hinein möchten wir schon jetzt einen Termin hineinschmeißen, den ihr euch unbedingt notieren müsst:

Am 25.02.2017 findet von 14-18 Uhr die Bremer Saatgut Tauschbörse statt!
Dieses Jahr sind wir im Kukoon.

Wir feuen uns sehr, dass wir Anja Banzhaf als Referentin für den Tag gewinnen konnten!
Die Autorin des sehr empfehlenswerten Buches "Wer die Saat hat, hat das Sagen" wird ab ca 15 Uhr einen Einblick in die Zusammenhänge der Saatgut-Thematik geben. Ihr kennt ihr Buch noch nicht?! Dann schreibt es sofort noch auf euren Wunschzettel:

Foto von www.oekom.de
»Es gelingt Anja Banzhaf, vor allem mit den praktischen Beispielen, so viel Freude am Tun zu vermitteln, dass ich am liebsten gleich morgen beginnen würde, mit eigenem Saatgut zu experimentieren! Ergänzt wird das ausgesprochen informative, zugleich aber auch erschütternde und ermutigende Buch durch ein Personenverzeichnis, Adressen von Initiativen und Projekten sowie umfangreiche Literaturhinweise.« Oya No. 38, Elisabeth Voß (Zitat kopiert vom www.oekom.de)

Deswegen: Save the Date!
Schreibt den 25.02. in eure Kalender, bringt euer Saatgut mit, mit dem ihr besnders zufrieden wart - und kleine Gefäße oder Tüten für neues Saatgut, das ihr von anderen ertauschen werdet.
Als Erinnerung an die schöne Saatgut Tauschbörse 2016, hier noch der Artikel aus dem Weser-Kurier: "Bohnenkerne in Filmdöschen"


26. November 2016

WInterfest Zeitplan

*** Heute ist Lucie Winterfest! ***

Wir uns darauf, ein letztes Mal dieses Jahr Leben auf den Platz bringen :)
Um 16 Uhr geht´s los mit
* Musik von DJ Texture
* Bauwagen-Sauna!
* Lagerfeuer
* Schrott-Weihnachtsbaum-Bauaktion!
* Punsch und Glühwein, Kaffee und Tee

Außerdem gibts noch 
17:00 Uhr die Frerk Show Teil II
17:30 Uhr Feuershow mit 1/3 Cirque du Rongeur
ab 20 Uhr Lagerfeuer Mucke - bringt eure Instrumente mit!

24. November 2016

noch mehr Neues zur Spielplatz-Regelung

Kopiert vom Weser Kurier:

von Karin Mörtel, erschienen am 24.11.2016

Sozialarbeit gegen Probleme mit Trinkern


Beirat finanziert Pilotprojekt für Szenetreffs an Lucie-Flechtmann-Platz und Hochschule Bremen

Alte Neustadt. Ihre Hunde bellen Passanten an, sie hinterlassen ganze Berge von Müll, gelegentlich prügeln sie sich oder schreien in den späten Abendstunden betrunken herum. Nicht immer kommt es zu solchen Zwischenfällen, aber Anwohner der beiden großen Szenetreffs alkoholkranker Menschen in der Alten Neustadt beschweren sich, dass es immer schlimmer wird. Schwierigkeiten gibt es besonders an der Große Johannisstraße hinter der Hochschule sowie auf dem Lucie-Flechtmann-Platz. Ab Anfang kommenden Jahres soll sich daran nun etwas ändern.

Bereits im Sommer versuchte, wie berichtet, die Stadtgärtner-Initiative „Ab geht die Lucie“, eine Spielplatzregelung auf dem Lucie-Flechtmann-Platz durchzusetzen. Ziel war ein Alkoholverbot von morgens bis abends, damit die ausufernden Gelage der dortigen Trinker nicht länger das gute Miteinander auf dem Platz gefährden können. Doch das ist nun vom Tisch, weil solch eine Regelung nur dort greifen kann, wo die betroffene Fläche tatsächlich auch als Spielplatz ausgewiesen ist. Die häufige Anwesenheit von Kindern sowie eine improvisierte Spiellandschaft reichen dazu offenbar nicht aus. Das hätten jüngst Fachleute der Innenbehörde während eines runden Tisches zu dem Thema erklärt, berichtet Ortsamtsleiterin Annemarie Czichon.

Nun will der Neustädter Beirat mit Sozialarbeit die Probleme auf der „Lucie“ und an der Hochschule Bremen anpacken. Etwa 6500 Euro stellt das Neustädter Stadtteilparlament zu diesem Zweck der Inneren Mission für Honorarstunden zur Verfügung.

Revierleiter Volkmar Sattler warb während der vorangegangenen Diskussion beim Beirat dafür, diese professionelle Hilfe zu beauftragen: „Unser Kontaktpolizist ist fast täglich vor Ort, aber alleine kommt er da nicht weiter“, so der Revierchef.

Die Initiative „Ab geht die Lucie“ setzt große Hoffnungen in die Sozialarbeit. „Wir haben festgestellt, dass wir Laien das Problem so nebenher nicht lösen können. Dass das nun professionell angegangen wird, ­begrüßen wir sehr“, sagt Victoria Klemm von der Initiative auf Nachfrage. Aus Sicht der Stadtgärtner sei es keine dauerhafte ­Lösung, die Trinkerszene immer nur von einem Ort an den anderen zu verdrängen. „Uns geht es ausschließlich darum, wieder ein gutes Miteinander auf dem Platz zu ­finden, damit sich hier auch Eltern mit ­Kindern wieder wohlfühlen können“, so die Stadtgärtnerin. Ein friedliches Nebenein­ander hätten bereits die konfliktärmeren ­Anfangsjahre gezeigt.

„Die Trinker waren zuerst auf dem Platz“, weiß auch Czichon zu berichten. Das bedeute allerdings nicht, dass sie nicht auf weitere Nutzer des Platzes Rücksicht nehmen müssten. „Das sind die Schwächsten unserer Gesellschaft, denen wir einen Gesprächspartner an die Seite stellen wollen, denn auch diese prekären Gruppen haben einen Platz in unserer Gesellschaft verdient“, appellierte Johannes Osterkamp (Grüne) für die Finanzierung des Streetworker-Projektes.

Keine Vertreibung, sondern Konfliktlösung, genau darum ginge es auch der Inneren Mission bei ihrer Arbeit mit Szenetreffs, erläutert Bertold Reetz auf Nachfrage. Der Abteilungsleiter der Wohnungslosenhilfe des Vereins betont: „Diese Lösung kann zwar beinhalten, dass ein anderer Treffpunkt gefunden wird, aber auch das muss einvernehmlich mit den Betroffenen geschehen.“ Im Grunde genommen ginge es darum, zunächst einmal Vertrauen für die weitere Arbeit aufzubauen. „Das bedeutet konkrete Hilfe für diese Menschen, die in vielfältigen Problemlagen stecken“, so Reetz. Das kann die Unterstützung gegen eine Räumungsklage sein, Hilfe bei Formularen oder etwas ganz anderes. Etwa ein halbes Jahr könne eine Honorarkraft mit dem Geld wöchentlich acht Stunden vor Ort sein, schätzt er. Die Einarbeitung könne der erfahrene Sozialarbeiter Jonas Pot d‘Or übernehmen, der im Bremer Westen sehr erfolgreich mit Suchtkranken arbeite.

Einigkeit herrschte in weiten Teilen des Beirates darüber, dass die Finanzspritze aus den Globalmitteln maximal ein Auftakt sein darf. „Es ist eine pragmatische Lösung aus dem Beirat, weil von der Stadt zunächst kein Geld dafür zu erwarten ist“, begründete Beiratssprecher Jens Oppermann (SPD) seine Ja-Stimme für das Projekt. Es sei die Gelegenheit, den Nutzen aufzuzeigen, um starke Argumente für eine Weiterfinanzierung durch die Stadt zu sammeln, „sonst nehmen wir unsere Verantwortung im Stadtteil nicht wahr“, sagte Oppermann.

Doch es gab auch Gegenwind von Beiratskollegen. Zwar gab es Zustimmung von allen Fraktionen, dass den Trinkern die Hand gereicht werden müsse, doch das Geld dafür solle von der Stadt kommen und nicht vom Beirat, argumentierten Redner von Linkspartei, Piraten, FDP und CDU. Conny Rohbeck (SPD) ist da ganz anderer Meinung gewesen, die sich mehrheitlich im Beirat auch durchsetzte: „Unsere Globalmittel sind städtisches Geld und genau solch ein Projekt brauchen wir jetzt. Und da ist es genau das Richtige, das zu finanzieren.“

22. November 2016

Wie ging es eigentlich mit der Spielplatzregelung weiter?

Bereits Ende August haben wir über unser Vorhaben eine Spielplatzregelung einzuführen berichtet.
In der Zwischenzeit gab es einen Runden Tisch beim Ortsamt Neustadt mit verschiedenen relevanten Personen und Institutionen. Es wurde deutlich, dass eine Spielplatzregelung auf der Lucie rechtlich nicht möglich ist, ohne dass der Platz sich komplett verändert. Nichtsdestotrotz wurde auch von politischer Seite Handlungsbedarf gesehen. Gemeinsam haben wir uns auf ein Vorgehen geeinigt, bei dem ab Frühjahr 2017 professionelle Unterstützung auf den Platz kommen soll. 
Gelder hierfür sind bereits beantragt. Somit sieht es gut aus, dass es im Frühjahr losgehen kann!





15. November 2016

Mit Blumen gegen Müll

Eine Aktion der Umweltbetriebe Bremen:

Einladung zur Pflanzaktion

Viele Anwohner haben die Nase voll - und unsere Gärtner auch. Immer häufiger landet der Abfall in den Grünanlagen und nicht in den Mülltonnen. Trotz regelmäßiger Reinigungsgänge ist es schwierig die Parkanlagen unter diesen Umständen schön und sauber zu halten, denn täglich kommen neue Mengen hinzu.

Es kostet Zeit und es kostet Geld, der Vermüllung in diesem Ausmaß hinter her zu räumen. Appelle und Beschwerden bewirken wenig. Wir möchten aber, dass sich die Anwohnerinnen und Anwohner in den Grünanlagen wohlfühlen. Deswegen greifen wir jetzt zu „härteren“ Maßnahmen: wir pflanzen Blumen. Unterstützt werden wir dabei von der Leitstelle Saubere Stadt und Kindern, die in den Grünanlagen lieber spielen möchten, anstatt durch Unrat zu laufen.

Mit Blumen gegen Müll ist eine Kampagne vom Umweltbetrieb Bremen und der Leitstelle Saubere Stadt beim Senator für Umwelt, Bau und Verkehr. An acht besonders verschmutzten Stellen in Gröpelingen, in Walle, in der Neustadt , in der Vahr und in Bremen Nord säen und pflanzen Kinder und örtliche Initiativen gemeinsam mit dem Umweltbetrieb Bremen Blumenzwiebeln und Wildblumen aus, die schon im nächsten Jahr blühen sollen.

Da die Blumenwiese bis zum Frühjahr braucht, um zu wachsen, schmückt bis dahin ein bunter, von Kindern inspirierter Schilderwald die Stellen und macht klar, dass diese Grünanlagen für Müll tabu sind.

Zur Pflanzaktion auf der Juliushöhe an der Deichschartbrücke möchten wir Sie herzlich einladen.

Mittwoch, 23. November 2016
11.00 Uhr


Über Ihr Kommen würden wir uns sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen
Kerstin Doty
Pressesprecherin

Stabsstelle Unternehmenskommunikation Umweltbetrieb Bremen
Eigenbetrieb der Stadtgemeinde Bremen
http://www.umweltbetrieb-bremen.de