6. Dezember 2017

Türchen #6 - Unter dem Pflaster liegt der Strand


Kennst du die Redewendung "Unter dem Pflaster liegt der Strand"? Wir wollten mal wissen, ob das stimmt. Und was passiert eigentlich, wenn wir ein bisschen Geld in die Lucie stecken?


Lucie - waiting for change from Ab geht die Lucie on Vimeo.


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Worum geht es in dem Projekt?


Seit 5 Jahren gärtnern ehrenamtliche Nachbar/innen gemeinsam auf dem betonierten Lucie-Flechtmann-Platz. Dabei wachsen neben Gemüse und Blumen auch soziale Beziehungen in der Nachbarschaft. Nun darf das Pflaster weg und ein "echter" Garten für alle kann entstehen!

Die Bremer Stadtgemeinde hat uns Stadtgärtner/innen den öffentlichen Platz zur Nutzung übergeben. Schon im Januar 2018 wird das Pflaster hochgenommen: Die ehemalige Betonbrache wird begrünt und mit Rasenfläche, Bienenwiese, Hochbeeten, Sitzgelegenheiten usw. so gestaltet, wie wir Nachbar/innen es uns gewünscht haben.

Dieser Erfolg geht auch mit viel Verantwortung einher: Ab jetzt ist der Verein KulturPflanzen, also wir Nachbar/innen rechtlich dafür verantwortlich, was auf dem öffentlichen Platz passiert. Auch müssen wir, nachdem das Pflaster weg ist, alles selbst aufbauen, was wir gern auf dem Platz hätten. Das kostet neben Zeit und Nerven auch viel Geld.

Aber wir sind uns sicher, dass die Stadt von morgen grüner sein muss – und nehmen es gerne selbst in die Hand, dafür zu sorgen. Wir werden Bremens ersten öffentlichen Stadtgarten neu gestalten: Ohne Pflastersteine.


Was sind die Ziele und wer sind die Zielgruppen?

Unser Ziel ist, die Lucie gemeinschaftlich als einen Experimentierraum für ein neues, innerstädtisches Miteinander zu nutzen. Wir möchten nicht nur über Probleme reden, sondern anpacken und ausprobieren, wie mögliche Lösungen ausehen könnten. Hierfür bietet die Lucie eine öffentlich nutzbare, jederzeit zugängliche Plattform. Unsere Themen sind:
  • Selber machen statt ressourcenintensiven Konsums
  • Lokaler Lebensmittelanbau statt globaler Transportwege
  • Teilhabe und Dialog statt sozialer Kälte
  • Recycling und Upcycling statt Wegwerf-Gesellschaft
  • Das Stadtbild als eigenes Lebensumfeld mitgestalten
  • Stadtgrün als Klima-Anpassungsmaßnahme (Wasserspeicher, Wärme-regulierend)
Der Lucie-Flechtmann-Platz soll ein angenehmer Aufenthaltsort werden für:
  • die direkten Anwohner_innen,
  • die Bewohner_innen und Angestellt_innen des benachbarten Seniorenzentrums,
  • die Benachbarten Kindertagesstätten,
  • den Mitarbeiter_innen der umliegenden Unternehmen
  • und allen anderen Bewohner_innen Bremens, die Lust auf Gärtnern und eine aktive Nachbarschaft haben.

Warum solltest du für das Projekt spenden?

Klimawandel und gesellschaftliche Entwicklungen fordern immer dringender Reaktionen, aber Zeit für Miteinander, Austausch und Vorsorge finden im Alltag der Stadt immer weniger Zeit und Raum. Hier steuert die Lucie gegen, denn es Zeit ist zu handeln. Die Lucie zeigt, dass es möglich ist, etwas zu verändern. Noch vor 5 Jahren war die Entsiegelung der Lucie undenkbar: Angeblich unmöglich, Klappt sowieso nicht, verträumtes Gut-Menschentum. Das Gegenteil ist der Fall. Hinter der Lucie steht ein dringend notwendiger Pragmatismus, die zahlreichen Probleme unserer Gesellschaft JETZT anzugehen und Lösungen zu finden. Und wir zeigen: Es geht.
Werde mit deiner Spende ein Teil der Lösung!


Was passiert mit dem gespendeten Geld?

Das Geld wird für die Deckung der laufenden Kosten benötigt:
  • Hydrant + Abwasserkosten (50 Euro/Monat)
  • Müllentsorgung (270 Euro/Monat)
  • Strom (50 Euro/Monat)
  • Gema (20 Euro/Monat)
  • Haftpflichtversicherung (20 Euro/Monat)
  • Dixi (100 Euro/Monat)
  • GESAMT = 510 Euro/ Monat
Hinzu kommen hin und wieder unerwartete Kosten, die mit der Öffentlichkeit des Platzes einhergehen, sowie Reparatur- und Instandhaltungskosten.

Wer genau steht hinter dem Projekt Lucie?


Träger ist der gemeinnützige Verein KulturPflanzen e.V., ein Zusammenschluss ehrenamtlicher Nachbar/innen. Die Kerngruppe besteht aus 10-15 engagierte Nachbar/innen. Sie bringen sich je nach Zeit und Energie mit ihren individuellen Stärken in das Projekt ein. Die Gruppe ist offen für alle, die mitwirken möchten!

Der Verein startet grade ein zweites Projekt, die KlimaWerkStadt. Wieso ist dann für die Lucie nicht genug Geld da?

Die KlimaWerkStadt können wir eröffnen, weil wir für dieses Vorhaben Fördermittel vom Bundesministerium für Umwelt bewilligt bekommen haben. Die Förderung umfasst die Miete, eine Ersteinrichtung für die Werkstatt und zwei Teilzeitstellen für 2 Jahre. Die Gelder für die KlimaWerkStadt sind streng zweckgebunden und können nicht für die Lucie verwendet werden. Wir müssen sogar einen Eigenteil von 11.000 Euro für die KlimaWerkStadt aufbringen – Geld, das wir noch nicht haben, sondern das wir durch Angebote in der KlimaWerkStadt erst noch generieren müssen.

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